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Schicksalsschläge

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Ich habe euch ein Video zusammengestellt, in dem ich Teile meiner schamanischen Arbeit wiedergebe, die man, wenn man einen Schicksalsschlag erleidet, auch alleine durchführen kann - auch als Laie.

Das Video gibt es wahlweise mit deutschen und englischen Untertiteln, das Transkript für diejenigen unter euch, die lieber lesen, findest du nachstehend.

 

>> Wenn du gerade in so einem Trauma steckst, kannst du also gerne mit meinem Material arbeiten. Wir können auch zusätzlich in einer Sitzung deine persönliche Situation individuell bearbeiten. In einer schamanischen Sitzung gehe ich dann auch auf die zugrundeliegenden Traumata auf der Seelenebene ein, die du alleine nicht erreichst. <<



    Hallo.

 

    Heute möchte ich mit euch über Schicksalsschläge reden.

 

   Was kann man tun, wenn etwas im Leben passiert, was einen umhaut? Wie akzeptiert man einen Schicksalsschlag und wie kann man ihn vielleicht sogar spirituell nutzen? 


          Schicksalsschläge haben die Eigenschaft einen als erstes komplett aus der Bahn zu werfen. Man weiss nicht mehr, worauf man sich verlassen kann. Man weiss manchmal noch nicht mal, wo oben und unten ist, oder wie man sich selbst gerade fühlt. Das heisst: das erste, was geschieht, ist meist Entfremdung, Unglauben, sehr viel Unsicherheit. Wie kann man das jetzt nutzen und in sein Leben integrieren? Was kann man daraus machen? Ist man ab jetzt ohnmächtig auf andere angewiesen, die einen da raus bringen können? Was ist es, das man selber tun kann?

 

          Gerade wenn man gehört hat, dass Schicksal auch eine Chance sein kann, dass alles, was uns widerfährt auch ein Lehrmeister sein kann, und wenn man einen spirituellen Anspruch an sich hat, ist man manchmal gefangen darin, dass man gar nicht die niederen Gefühle zulassen kann, obwohl diese doch so wichtig sind. Denn bei einem Schicksalsschlag ist es wichtig, sich Schicht für Schicht alles anzugucken, was man selber fühlt. Jede Wut, jeden Ekel, jeden Unglauben, jedes selbst herabsetzen: alles ist wichtig wahrzunehmen, zu benennen und zu fühlen. Zuzulassen, dass es da ist. Man kann es sowieso nicht ändern. Es ist ein Teil der Geschichte, die man gerade durchlebt. Jede Trauer möchte gesehen werden, jedes Gefühl möchte Gesehen werden, jeder Glaubenssatz, den man bezüglich dieses Schicksalsschlages hat, möchte angesehen werden. Um den Bann zu brechen, sich in dieser Ohnmacht zu fühlen, müssen wir hingucken.

 

          Manchmal ist es schwer zu benennen, wie man sich fühlt. Man hat keine exakten Worte für die Gefühle. Dann hilft es, eine Brücke zu bauen und zu sagen: "In meinem Körper spüre ich gerade einen Kloß.", "Mit sitzt ein Kloß im Hals.", "Mir ist übel.", "Ich spüre meinen Körper gar nicht."... und darüber fängt man dann an zu reden. Idealerweise redet man vor einem Publikum, was nicht wertet, sondern nur zuhört. Aber es hilft auch, wenn man sich das selber erzählt, auf Tonband aufnimmt, niederschreibt. Und einfach so mal in einen Dialog kommt, in einen bezeugten Dialog, etwas, das nicht verloren geht. Etwas, das man geteilt hat - und sei es auch nur mit sich selbst.

 

     Wenn man einen Schicksalsschlag erlebt, dann ist es wichtig, sich jede einzelne Schicht der Realität genau anzusehen. Es gibt immer etwas, was rein körperlich passiert: entweder man verliert jemanden, oder man hat eine Krankheit, oder man verliert etwas: einen Job oder ein Haus oder ein Auto. Irgend etwas, was einen in einen Schock versetzt.


          Das ist die eine Ebene, dann gibt es noch eine Ebene darunter: die Ebene der Gefühle, die Ebene was das mit einem macht. Das hat sehr viel auch damit zu tun, wie wir gelernt haben, die Welt zu erleben, und deshalb ist es auch so wichtig, langsam zu gehen und sich alles genau anzusehen.

 

          Und dann gibt es weitere Ebenen. Ebenen, in denen wir eingesponnen sind in einen größeren Kontext. In dem das, was mit uns passiert, viel zu tun hat mit den Leuten, mit denen wir oft zusammen sind, viel zu tun hat mit Leuten, mit denen wir oft in Kontakt sind. Jeder Mensch, der eine Krankheit bekommt, kann auf die Ebene gehen, wo diese Krankheit etwas mit dem System, in dem er lebt, zu tun hat, und wo er, wenn er die Krankheit erforscht, etwas essentiell wichtiges für das gesamte System sagen könnte, was aber bis jetzt nicht gesagt (oder gehört) wurde.

 

          Und da kommen wir auf eine weitere Ebene, nämlich auf die Ebene der persönlichen Wahrheiten. Jeder von uns hat persönliche Wahrheiten, die zu geben wichtig sind. Im Falle einer Krankheit ist es oft so, dass die Wahrheiten nicht gegeben wurden, oder nicht alle Seiten der Wahrheit angeguckt werden, weil man nicht wechselhaft erscheinen möchte. Aber wir sind wechselhafte Wesen, weil wir auf so vielen Schichten funktionieren. Deshalb ist es wichtig, sich alle Schichten genau anzusehen und zu sagen: "Aha, auf der Ebene bin ich missgünstig, und auf der Ebene bin ich dankbar." - völlig entgegengesetzt, trotzdem beides Teil der Realität, weil wir auch aus verschieden entwickelten Bereichen bestehen. 

 

     Ein Schicksalsschlag sagt uns auch oft: "Du musst dich jetzt mit mir auseinandersetzen. Du kannst nicht mehr weglaufen." Wir haben so viele Möglichkeiten wegzulaufen in unserer heutigen Welt, uns mit Dingen zu beschäftigen, die anscheinend wichtig sind, es aber tatsächlich nicht sind. Wir haben bestimmt alle schon einmal gehört: Wenn jemand auf dem Sterbebett liegt, dann ist es am Ende nicht die Arbeit, die zählt, sondern wirkliche, echte Begegnungen mit Menschen auf Seelenebene.


          Und diese Art von Arbeit, was ja tatsächlich eine Arbeit ist: da hat man zu tun als Mensch: in zwischenmenschlichen Begegnungen, in persönlichen Entwicklungen und allem - diese Art von Arbeit ist gar nicht gewertet, wertgeschätzt oder anerkannt in unserem momentanen System. Und ein Schicksalsschlag holt uns immer dahin und sagt: "Nein, du kannst dich nicht mehr ablenken. Du musst hier hin gucken: auf diese Ebene. Auf die Ebene, wo du wirklich ein Mensch bist, nicht ein funktionierender Roboter, nicht ein Arbeiter, ein Chef, eine Mutter, ein Vater, irgendeine Rolle, sondern wo du der Mensch bist, der hier tatsächlich etwas zu geben hat. Da musst du jetzt hin, du hast etwas nicht gegeben. Irgendetwas ist los mit dir, und du reagierst gerade auf die Welt. Deshalb kommt dieser Schicksalsschlag zu dir. Also schau genau hin. Schau auf jeder Ebene. Langsam, nimm dir Zeit. Gehe ins Gespräch, drück dich aus, finde einen Ort, wo du vorurteilsfrei und wertfrei angenommen wirst. Wo du Leute findest, die bezeugen." 

 

          Die Zeugenarbeit ist wahnsinnig wichtig, denn wenn man jemanden hat, der bezeugen kann, was man sagt, hat es direkt einen anderen "Geschmack", eine andere Wertigkeit. Es kann sich im Körper anders lösen, wenn man einen Zeugen findet, der einem zuhört.

 

          Es gilt sich also alles genau anzusehen, was du in dir trägst: was dein wahres Leben, deine wahre Schöpferkraft ist, denn die möchte sich ausdrücken. Die konnte nicht genug fliessen, wenn dir ein Schicksalsschlag passiert. Und das kann den spirituell trainiertest Menschen passieren, dass man einen Bereich hat, in dem man doch nicht hingeguckt hat. Deshalb: nachdem man die ganze Wut und die Ablehnung sich selbst gegenüber und Verachtung und all diese Ebenen durchgeschaut hat, wird automatisch kommen, womit man sein eigenes Leben und das der Mitmenschen bereichern kann. Ganz automatisch. Das kommt, wenn man sich nicht scheut, die unangenehmen Sachen anzugucken. Denn Verachtung und Wut sind wichtig. Sie zeigen uns Dinge. Sie zeigen und zumindest, was wir gelernt haben, was immer noch in unserem System steckt. Was immer noch in unseren Körperzellen steckt. Was wir glauben, wie die Welt ist, und welche Bewertungen wir übernommen haben, die wir aber schon längst lösen können. Und da kann man immer eine Schicht tiefer gehen, egal wie weit man gegangen ist.

 

          Man ist hier nie fertig  auf dieser Welt. Wir können uns immer weiter entwickeln - und wir sollten es auch tun. Wir können immer mehr Bewusstsein entwickeln darüber, wie das Leben funktioniert, wie wir selbst funktionieren.

 

          Man könnte auch sagen: durch einen Schicksalsschlag bekommst du die Chance dein Ego zu bearbeiten, dass du dich davon lösen kannst und mehr aus deinem höheren Selbst leben kannst. Ich finde diese Sichtweise aber kritisch, weil wenn du sagen kannst: "Das ist mein Ego, da will ich mich von lösen.", dann hast du wieder eine Distanz, und dann kommst du wieder schlechter an diese negativen Gefühle ran. Die sollen alle mal durch deinen Körper durch, als Teil deiner Realität, denn das sind sie. Auch wenn sie Teil deiner Ego-Realität sind und nicht deiner Seelen-Realität. Macht nix. Völlig egal.

 

          Wirklich: es soll einfach nur durchlaufen durch diesen Körper. Dazu ist er da: das er alles mal fühlt, dass er alles mal wahrnehmen kann und ausdrücken kann. Und dann kommt ganz automatisch mehr höheres Leben in den Körper. Man bleibt nicht auf diesen Ebenen, wo man Wut und Verzweiflung fühlt.

     Wenn man diesen Schritt geht, kann es sein, dass man an Tabus kommt. An Ecken, wo man sich vorher noch nicht ran getraut hat. Man merkt vielleicht: da gibt es nicht ein Familiengeheimnis. Darüber wird nicht geredet. Ich rate euch: brecht diese Tabus. Fragt nach. Versucht zu erforschen. Besucht Menschen. Geht in den Kontakt mit diesen unentdeckten Stellen in euch.


          Wenn ihr merkt: "Ich wollte eigentlich...", "Mein Leben lang hat mich (z.B.) irgend etwas interessiert (oder gestört), ich habe es aber immer vor mir her geschoben, gedacht später, später, später...", dann ist ein Schicksalsschlag ein guter Moment, wo man sagt: "Okay, jetzt! Ich warte nicht mehr länger. Das hat mich interessiert, ich überprüfe jetzt zumindest mal, ob es momentan zu mir passt. Und schaue, on ich mich da jetzt weiter entwickeln will, oder in zwei Jahren, aber man bleibt dran. Man schiebt es nicht mehr weg. So funktioniert jede Schicht angucken. 

 

          Damit anzufangen ist manchmal der schwierigste Schritt. Wie schaut man sich denn jetzt genau diese verschiedenen Realitätsschichten an? Für das körperliche kann einem ein Arzt weiterhelfen, oder das Internet. Da kann man sich belesen und gucken, wie die Mechanismen sind, die da in einem selbst ablaufen. Auch kann man sich verschiedene Meinungen einholen. Verschiedene Behandlungseinsätze, falls man krank ist. Verschiedene Ansätze, wie man mit Trauer umgehen kann. Da gibt es sehr viele Informationen. Dann gehen wie eine Schicht tiefer und gucken, was tatsächlich gerade mit uns los ist. Und wenn wir diesen Schock überwunden haben, sagen wir: wir dürfen jetzt mal gucken, was da ist.

 

          Da kommt erst einmal viel Unsicherheit und viel Ungläubigkeit, weil wir nicht gewohnt sind, auf diese eigenen inneren Informationen zu hören. Dann kommt Ungläubigkeit über uns selber oder der Kritiker in einem, der einen fertig macht und sagt: "Ach, du hast doch gar keine Ahnung." Und auch den muss man spüren und raus lassen uns sagen: "Okay gut, ich hab dich jetzt gehört. Und was wäre, wenn ich doch Ahnung hätte? Vor allen Dingen Ahnung, wie es mir geht. Wer soll denn sonst Ahnung davon haben?" 

 

          Dann können wir Schritt für Schritt, langsam, langsam, weiter. Gerade für Menschen, die noch nicht eine Innenschau gewohnt sind, ist es ein sehr langsamer, zermürbend langsamer Schritt, tiefer zu gehen. Sich selbst ernst nehmen, die eigenen inneren Gespüre, Befindlichkeiten wirklich anzusehen und ernst zu nehmen und auszudrücken. Das dauert.

 

          Und wenn wir dahin kommen, wie es uns geht, dann irgendwann kommen wir dahin zu sehen, wie die Zusammenhänge sind. Was sind die Zusammenhänge (zwischen dem erlernten, dem übernommenen, den Gefühlen) in Beziehungen, in Familienverbänden, in Arbeitsverbänden? Da kann man immer weiter gehen und gucken, was für Mechanismen sich da entwickelt haben.

 

          Natürlich geht es einfacher, wenn man jemanden hat, der einen leitet. Aber man kann sehr viel selbst machen, indem man lernt, sich genau zu beobachten und sich selbst ernst zu nehmen - als wichtigsten Menschen der Welt.

     Wenn wir uns ansehen, was wir von unseren Familien und Lehrern übernommen haben, dann gibt es oft Sprüche, die einen weg lenken sollen, so dass man woanders hinschaut. Etwas, was dir sagt: "Das ist halt so. Das ist das Leben, damit musst du umgehen lernen. Peng."


          Ich bitte euch, diese Sprüche anzusehen und zu brechen. Brecht diese Befehle, die euch gegeben wurden. Brecht diese Verträge, die ihr gemacht habt: "Okay, ich lebe gut mit dir zusammen, wenn ich mich daran halte, dass ich das nicht anspreche." - Wenn ihr einen Schicksalsschlag erleidet, dann ist der Zeitpunkt es anzusprechen. Schweigt nicht länger. Akzeptiert nicht mehr länger, dass das Leben einfach so ist, sondern fragt nach: Was wäre, wenn es doch möglich wäre ... irgendwie zu sein ... oder zu sagen: "Nein, damit komme ich nicht klar, das ist zu viel für mich im Leben."

 

          Jeder Mensch ist anders sensibel, vielleicht gibt es ja eine Möglichkeit, wie man Rücksicht nehmen kann auf eure Sensibilität. Vielleicht gibt es ja eine Art, damit umzugehen, die anders ist als darüber hinweg zu gehen und zu akzeptieren. Weil akzeptieren immer nur bequem für die anderen ist, nie für euch selbst. Ihr gebt immer einen Teil von euch selber auf, wenn ihr Dinge akzeptiert, die das Leben euch "halt einfach mal entgegen wirft" ... Die man akzeptieren muss. "Die so sind."

 

          Das ist bequem für die anderen - aber warum nicht mal unbequem sein? Es ist ja eh unbequem für euch, macht es auch mal unbequem für die anderen und sagt: "Nein, ich möchte das nicht akzeptieren. Ich glaube es gibt einen anderen Weg, selbst wenn ich ihn noch nicht sehe. Ich möchte das Thema weiter oben halten. Ich möchte, dass wir uns gemeinsam das Thema ansehen, und ich möchte, dass ihr wisst, dass ich damit nicht klar komme."

 

          Das ist ganz wichtig, denn solche Dinge verhärten sich. Die geben Knoten im Körper. Und das führt irgendwann zu einem Schicksalsschlag. Selbst wenn du körperlich geschwächt bist, kannst du anfangen, diese Arbeit zu machen. Du kannst dir zum Beispiel anschauen, was Menschen über dich gesagt haben, was du für ein Mensch bist. Was für Lobe du bekommen hast und was für Sticheleien. Und wie viel du davon übernommen hast, ohne es zu hinterfragen - und dich in diese Richtung entwickelt hast, ohne zu hinterfragen. 

 

          Wie viele Menschen kriegen gesagt: "Du bist faul." Aber vielleicht sind sie gar nicht faul. Vielleicht sind sie in dem Bereich, der wirklich ihr persönlicher Lebensbereich ist, ihre persönliche Leidenschaft und Ausdrucksform ist, vielleicht sind sie in dem Bereich sehr fleissig - und in anderen nicht. Ich finde, das kann man jedem eingestehen, dass es bestimmte Bereiche gibt, die schwieriger fallen und bestimmte Bereiche, die einfacher gehen. Und dann ist der Mensch vielleicht per se gar nicht faul, läuft aber immer mit der Vorstellung von sich herum, dass er nicht genug ist, weil er ja faul ist, und er reicht nie. Und das macht Schicksalsschläge.

 

          Also ist es an der Zeit sich davon zu lösen und überhaupt mal zu gucken: "Ah, da hat jemand immer gesagt ich bin aber ein nettes Mädchen..." oder "...ich bin aber ein guter Junge.", und dann habe ich mich dementsprechend dran gehalten und war gehorsam, immer höflich und zuvorkommend und habe vie zu viel mit mir machen lassen. Das ist gar nicht ein Teil der Persönlichkeit, sondern nur etwas, was man übernommen hat. Und jetzt hast du die Möglichkeit, dir das anzusehen, und damit zu arbeiten, und zu gucken: will ich das überhaupt noch?

     "Es geht hier um mein Leben und um meine Lebenszeit. Was will ich überhaupt noch?"


          Wenn du diesen Schritt gehst, wirst du auch sehen, wie du deine Krankheit selbst beeinflusst (wenn du krank bist). Das ist immer ein Gefüge, und du siehst dann deinen Teil darin. Es geht gar nicht um Wertungen, es geht darum, hinzuschauen. Es geht darum, eine Bestandsaufnahme zu machen. "So ist das, Punkt." Mehr ist gar nicht nötig. Wir müssen uns nicht schon wieder neue Selbstvorwürfe basteln, überhaupt nicht nötig. Einfach nur ansehen.

 

          Nur ansehen ist das größte Geschenk, das man sich in der heutigen Zeit machen kann: sich die Erlaubnis geben, hin zu sehen. Sich die Erlaubnis geben alles zu sehen, was ist. Auf allen Ebenen. Und alle Ebenen gleich ernst zu nehmen - gleichwertig. Es gibt keine Ebene, die wichtiger oder weniger wichtig ist als die andere. Denn alle sind Teile der Wahrheit, der persönlichen Wahrheit. 

 

          Schicksalsschläge als Chance zu nutzen auf diese Art und Weise bedeutet, dass man anfängt eine Maschine anzustossen: dieses Gehirn anders zu nutzen, unser Menschenleben, unseren kompletten Körper anders zu nutzen: als Wahrnehmungsutensil für das Leben wie es ist. Wir erkennen Zusammenhänge besser auf verschiedenen Ebenen: emotional, körperlich, intellektuell - und damit können wir anfangen Probleme aufzudecken, darüber zu reden, kreativ was Neues auszuprobieren. Damit können wir anfangen, die Welt zu verändern, denn es ist ein Wandel nötig.

 

          Ein Schicksalsschlag gibt die nicht nur die Erlaubnis, sondern die Notwendigkeit hinzugucken und dir was anderes auszudenken als das, wie du es bisher gemacht hast. Etwas krasses muss sich in deinem Leben ändern. Und der Schicksalsschlag ist bloss der erste Schritt gewesen. Und jetzt stehst du an einem Punkt, wo du dir aussuchen kannst: "Welchen Weg nehme ich?"

     Dann gibt es immer einen riesig grossen Berg, etwas was sich einem entzieht, etwas, wo man nicht hinsehen darf. Ich rate dir: Sieh dahin. Da findest du Lösungen. Da erkennst du zusammenhänge. Und auch wenn es dunkel aussieht, da findest du Licht.


          Und das ist, was ich euch zum Thema Schicksalsschläge sagen kann. Also zu dem, wie meiner Meinung nach spirituell mit Schicksalsschlägen umgegangen werden kann. Ich hoffe, du konntest dir irgendetwas daraus ziehen, und ich wünsche dir

 

          ein gutes Leben.

 

          Bis zum nächsten Mal.

 

 

Für Betroffene, Heiler, Therapeuten oder Auszubildende Schamanen biete ich eine Vertiefung des Themas an. Dieser Artikel beschränkt sich auf selbst durchführbare Methoden. 


english version

this video has English subtitles

I've created this video for you in case you're suffering from an acute trauma like a fresh diagnosis, a loss of a loved one, or if you were let go at work, couldn't afford the mortgage anymore, were robbed or had an accident. In the shamanic worldview we look for the area below the physical trauma, to see where you were out of line to get in this situation. I've put together some exercises you can do by yourself to find some insight and see closure as to why this happened to you at this time.

>> If you are suffering from an acute trauma yourself, which I call 'turn of fate' in the video, please feel free to use the method I offered. You can also book a session to intensify these insights and to work in a shamanic travel on deeper energetic levels you're not able to reach alone. This work is possible in person or via conf call. Please feel free to contact me with any questions. <<

For those of you who prefer reading in their own pace, you'll find a transcript of the video in English below.



     Hallo.

 

     Today I want to talk to you about fate.

 

     What are your options when something happens in your lift that throws you off your feet? How to accept a turn of fate and how to use it spiritually?


          When fate strikes it usually knocks you off balance. What seemed secure before now feels insecure. One sometimes feels confused and may loose the feeling for the own state of health. That means the first thing that happens is alienation, disbelief, a lot of insecurity. How are you able to use this, integrate it into your life? What can you do with it? Are you helpless from now on? Dependent on others who can help you out of this situation? What can you do by yourself?

 

          Especially if you have heard before that a turn of fate can be a chance, that everything that happens to us can be a teacher, and when you are already far on your spiritual journey, you sometimes are stunted in allowing 'lower' emotions, notwithstanding that they are important. On every turn of fate it is important to look at every layer of feeling: every anger, every disgust, every disbelief, every time you degrade yourself. They should all be noticed and named. And to feel it, to allow it to be there. You can't chance it anyway, it's part of the story you are living at the moment. Every sadness wants to be seen. Every feeling wants to be seen. Every belief you have regarding the stroke of fate wants to be looked at. To break the hex of feeling disempowerment we have to look closely.

 

          Sometimes it is hard to tell how you feel. There are no exact words for your feelings. Then it helps to build a bridge and to talk about the sensations of the body. For example: 'I feel a lump in the throat.', 'I feel sick.' or 'I don't feel my body at all.' and with that you start talking - in an ideal case with an audience that is nonjudgemental but just listening. Bit it also helps if you tell it to yourself, to make a recording or to journal. Like this you have a dialogue - a witnessed dialogue that does not get lost, something that you shared, be it only with yourself.

     When fate strikes it is important to look at every layer of reality. There is always something that happens on the physical level: either you lose someone, or you get diagnosed with a disease, or you lose something: a job or a house or a car, something that gives you a shock. 


          This is one layer. And below that is another layer. The layer of emotions. The layer that tells you what the situation does to you. This is related to how we learned to experience the world. This is why it is important to go slow there and look at everything.

 

          And below that are more layers. Layers where you are connected to a bigger context, in which what happens to us has a cause in the relation with the people we are closest with, has a cause in the relation with people we are often in contact with. Every person who gets ill can go to a level (spiritually) where the illness has something to do with the system he or she lives in. The sick person can, if he/she explores the illness, discover and tell something essentially important for the whole system which has not been said as of now.

 

          And there we reach another layer: the layer of personal truths. Every one of us has personal truths that are important to give to the world. In the case of an illness oftentimes the personal truth has not been given or not all sides of the truth were looked upon. Maybe because you don't want to be seen as changeful. But we are changeful entities because we live and function on so many levels. This is why it's important to look at ALL layers/levels and to say: 'On this level I'm begrudging...and on this level I'm thankful' This is completely opposite. Nevertheless: it is both part of my reality because we consist of differently developed parts.

     When fate strikes it tells you 'You have to look at me now! You can't turn away anymore.' We have many opportunities to run away and to flee in our current system. To engage in things that seem important but in fact are not. You might have heard that when someone is dying at the end it is not work they value, but the connections of the soul.


          And this kind of work - because it really is work: you have to actively engage in it as human being to create soulful connections with other people and in personal development. This kind of work is not valued or recognised in our current system. When fate strikes it takes you there and says: 'No, you can't sidetrack anymore, you have to look at this now. At this layer. At the level where you are human. Not a functioning robot, not a worker, not a mother or a father. Not any role that you play. But the level where you are the human being who has to give something to the world. There you have to look, you missed giving something. There is a misbalance in you, you are reacting to the world (or your world) and this is why fate stroke in your house. So look at it, look closely, look at every layer.' Go slowly. Look at every level. Take your time. Engage in conversation. (Learn to) Express yourself. Find a nonjudgemental place with people who can witness.

 

          Witness-work is very important. When you find someone who can witness you talk, what you say gets another 'taste', another quality. It can interact differently with your body when you find a witness who listens to you.

 

          It is important to look closely what is inside you. To look at your true life and your true creational power. Because this is what wants to express itself, this is the power that wants to flow if you suffer a turn of fate. And this might happen to the most spiritual people, that they overlook one tiny aspect. After you looked at the anger and rejection of the own self and all these layers, the layer of the true spiritual power will arrive by itself to enrich your own life and that of your fellow human beings. It will arrive by itself if you don't scare in looking at the painful things. Contempt and anger are important. They show us what we have learned and what still is affecting our system and the cell of the body. (They show us) how we think the world works and which values we took for granted that could change already (because we've already evolved).  And you can always go to a deeper level, no matter how far you've come until now.

 

          You're never finished on this world. We can evolve further and should do so. We can gather consciousness about how life works and how we ourselves 'work'.

 

          There is a saying that when fate strikes you get the chance to free yourself from your Ego and to live your higher self, but I think this view is critical, because when you say 'I want to free myself from this aspect...' then you create a distance which makes it harder to get to the negative feelings. They all should flow trough your body as a part of your reality. Because they are, even when they are part of your Ego-reality and not the reality of your higher self. This does not matter. Treuly.

 

          It just needs to flow through your body, this is why it was created. That it can feel everything, realise it and express it. And then, all by itself, there will be more living by the higher self in the body. You're not going to be stuck on these levels where you feel anger and despair. 

     When you follow this path it is possible that you reach tabus. You reach corners that you were afraid to go to before. Maybe you realise that there is a family secret. Something no-one talks about. My advice for you is to break the tabus. Ask questions. Try to explore. Visit people. Make contact with these unexplored areas in yourself. 


          If you realise: 'Oh, I always was interested in this and that, but I always thought 'later, later...',  then the situation of a turn of fate is a good moment where you say 'Now! I can't wait any longer. This was interesting for me. At least I'll test it out if it is fitting for me now and have a look if I want to learn and grow now or in two years.' But you stay with it, you don't push it into the indistinct future anymore. This is how 'looking at every layer' works.

 

          To start this process sometimes is the hardest step. How exactly do you look at these different layers of reality? For the physical truth you can get the help of a doctor or the internet. There you can read and learn about the mechanisms that influence your physical reality at the moment. You can also look at different opinions, different healing methods if you are ill. Different methods to deal with a loss. There is a lot of information. Then we go deeper and we look what exactly is happening to us at the moment. And when we're past the shock we say: we allow ourselves to take a look now.

 

          Then we find a lot of insecurity and disbelief, because we're not used to listen to this own inner information. There might be a disbelief about ourselves, or this critic in ourselves who always tries to make one shut up and belittles and asks in a severe voice 'What to you know?' And this part, too, we have to feel and let out and then we say: 'OK now, I listened to you now, what would be if I did know? Especially knowledge about how I feel. Who else could know how I feel?'

 

          And then we go on, step by step, slowly. Especially for people who are not used to introspection this is a slow, wrenching process to go deeper, to accept one self, to look at the inner feelings and sensitivities, to take them serious and to express them. It takes time. 

 

          When we get there to see how we feel (all layers), then one day we'll see the connections: What are the connections between feelings and the state of relationships? This we can see in the context of the family and in work environments. We still can go further to see the mechanisms unfolding.

 

          Of course this work is easier when you have someone to guide you through, but you can do a lot by yourself by learning to look at yourself and to take yourself seriously. As most important being on earth.

     When we look at the influences of our families and teachers there are often judgements that mean to guide you away from a tabu topic or from expressing yourself. A saying like 'That's life. Learn how to deal with it.'


          I beg you to look at these sayings - and break them. Break these orders that were given to you. Break these contracts that you made: 'Okay, I can live well with you, unless I talk about this and that topic, so I won't talk about it.' When fate forces you to turn around your life it is time to talk about it. Don't be silent anymore. Don't accept that 'that's life', but ask: 'What if...it was possible to be somehow, or to say 'no I don't want it. This is too much for me.'

 

          Every human is differently sensitive. Maybe there is a way to be considerate of your sensitivity. Maybe there is a way that is different than just to ride roughshod over your needs so that you have to 'accept it as it is'. Accepting is very comfortable for others, never for yourself. You always have to lose or hide a part of yourself if you accept the things life throws at you. Things you 'have to accept' because 'that's the way we do things and it always has been.'

 

          This is comfortable for others, but why not be uncomfortable for a change? Accepting is uncomfortable for you, why not make it uncomfortable for others? Say: 'No, I don't want to accept it (anymore). I believe there is another way, even if I cannot see it at the moment. I want to keep the topic on the surface. I want us to look into it together, and I want you to know that it is not okay for me as it is at the moment.'

 

          This is very important, because these things - they materialise. They make lumps in the body and this, one day, might lead to a turn of fate. Even if you are physically weak you can start this work. You can, for example, take a look at what people said about you, how they judged you. Look at the praises and teases people gave you, and how much of it you took for granted without questioning it. And how much you developed in these directions without questioning them.

 

          How many people have to listen to the saying: 'You're lazy.' But maybe they are not lazy. Maybe they have their own area of interest, their own passion and expression where they are most diligent. And in others they are not. In my opinion this is something we could grant everybody: that there are areas where it is easier to work and learn, and certain areas where it is harder. And this would mean this person we are talking about is not lazy per se. But he's running around with the image of himself that he is not enough because he's lazy and never adequate. And this turns fate. 

 

          That means it's time to look at it and let it go. Take at look at these things. 'There was someone who said: 'I'm a nice girl...' or 'I'm a good boy.' and so I acted accordingly. I was obedient and polite and accommodating and let people do too many things with me (ITO gave away my voice of decision). This may not be a part of personality at all, but something that was adopted. And now you have the possibility to look at it and to work with it. Ask yourself: 'Do I still want this?'

     'This is my life and my lifetime. What do I want?'


When you walk this path you will see how you influence your illness (if you are ill). You, the illness, the patterns, the feelings - are all part of the texture. And you will see your part in it then. The goal is not to judge. The goal is to look at it. The goal is to do an inventory: 'Ah, that's how it is.' That's all. That's all that's necessary. Just take a look.

 

          Just look at it. This is the biggest gift you can make yourself in these times. To give yourself the permission to look closely. To give yourself permission to see everything there is on all levels. And to take all levels seriously. Equivalently. There is no level that is more or less important than another. Because all are parts of the truth. Parts of your personal truth.

 

           To use a turn of fate this way means that you get a ball rolling: to use your brain in a different way, and to use your human life and your body in a different way. You use it as perception tool, to see life as it is, to recognise connections on different levels: emotional, physical, intellectual... - and this is how we start: shed light on problems, talk about it, be creative in trying new ways or things and like this we can start to change the world. Change is necessary.

 

          When fate strikes you not only have the permission, but the necessity to look closely and think of something different than how you've lived before. Something radical has to change in your life. And the turn of fate has just been the first step. You are now at a point where you have to decide which way to turn.

     When you look at your inner truth there will be a large mountain that gives you the feeling you're not allowed to look at it. I advise you: look at it. There you will find solutions, and even when it's looking very dark: there you will find light.


          And this is what I can tell you on how to use a turn of fate spiritually. I hope you can use some of it for yourself,

          and I wish you

 

          a good life.

 

          'till next time.

 

 

          For person concerned, healers, therapists or shaman apprentices I offer an immersion of the topic where I open deeper levels of shamanic work. This article concentrates on exercises and world views that are feasible and understandable for everybody.